WINDKRAFT. SEIT JAHRHUNDERTEN
EINE WERTVOLLE ENERGIEQUELLE

Windkraft - historisch
Der Mensch nutzt bereits seit über 1.300 Jahren die Windkraft, um beispielsweise Getreide-, Säge-, Öl- oder Kreidemühlen anzutreiben. Auch zur Bodenentwässerung, in Hammer- und Wasserschöpfwerken wurden Windräder eingesetzt. Der Einsatz der ersten Windräder begann ab dem 7. Jahrhundert im Orient. In Europa sind erste Windmühlen zur Verrichtung von mechanischer Arbeit erst Anfang des 12. Jahrhunderts eingesetzt worden. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts waren auf unserem Kontinent ca. 200.000 Windmühlen in Betrieb. Mit dem Siegeszug der Dampfmaschine, mit der es möglich wurde, mechanische Energie im Gegensatz zur Windenergie praktisch auf Knopfdruck bereitzustellen, verloren die Windmühlen jedoch an Bedeutung. Zum größten Teil wurden sie deshalb gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Europa aufgegeben. Mit der gezielten Entwicklung neuer Techniken unter Beibehaltung bewährter Prinzipien setzte ihre Renaissance in Form von Windenergieanlagen Anfang der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts ein. Seit 1990 hat sich die Windstromerzeugung in Deutschland von 40 Millionen Kilowattstunden auf rund 40 Milliarden Kilowattstunden um den Faktor 1.000 erhöht.
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