Hybridkraftwerk - Grundsteinlegung
mit Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel legte am 21. April den Grundstein für das weltweit erste Hybridkraftwerk...weiterlesen
Netzstudie Brandenburg:
Stärkerer Windenergieausbau bis 2020 ist machbar
Die Windenergie in Brandenburg kann laut der neuen Netzstudie des Landeswirtschaftsministeriums stärker zur Versorgungssicherheit beitragen und ohne überhöhte Kosten ausgebaut werden. Die Energiestrategie des Landes Brandenburg sieht vor, den Anteil erneuerbarerer Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent verdreifachen. Die Netzstudie zeigt außerdem, dass technisch und wirtschaftlich noch anspruchsvollere Szenarien realisierbar wären.
Annahmen und Ergebnisse der Netzstudie Brandenburg:
- 11.000 Megawatt neue konventionelle Kraftwerke, 4.300 Megawatt Windenergie auf See und 4.400 Megawatt Windenergie in Brandenburg gehen bis 2020 in Ostdeutschland neu in Betrieb und nutzen die Brandenburger Stromnetze. Bei rückläufigem Verbrauch wird Brandenburg Energieexporteur.
- Der notwendige Ausbau der Brandenburger Netze, um diese Energiemenge zu transportieren, kostet 825 Mio. Euro. Für jeden Haushalt bedeutet dies eine Größenordnung von höchstens 0,5 Cent pro Kilowattstunde, die zum größeren Teil auf die konventionellen Kraftwerke zurückzuführen ist.
- Anders als durch die vorgesehenen konventionellen Kraftwerke wird für eine intelligente Windenergienutzung im erneuerbaren Hybridkraftwerk kein zusätzlicher Netzausbau erforderlich.
- Erstmals wird die Machbarkeit von erneuerbaren Hybridkraftwerken nachgewiesen. In der Kombination von Windenergie, Biomasse und Kraftstoffproduktion (via Wasserstoff) ist eine gesicherte Energieversorgung je nach Nachfrage möglich, unabhängig vom Windangebot. Die Herstellungskosten für Strom werden im Jahr 2020 bei 16 bis 17 Cent pro Kilowattstunde liegen und können sich bei hoher Treibstoffnachfrage (hohem Wasserstoffverkaufspreis) auf ca. 10 Cent pro Kilowattstunde verringern.
- Die Studie empfiehlt den gezielten Einsatz von erneuerbaren Hybridkraftwerken in Regionen in Brandenburg, die hohe Wind- und Bioenergie-Potenziale aufweisen und dazu die Ausweisung zusätzlicher Windeignungsgebiete.
ENERTRAG begleitete als Mitglied des Lenkungsausschusses die Netzstudie Brandenburg und hat eigene wissenschaftliche Zuarbeiten geleistet. Vorstandsvorsitzender Jörg Müller: "Der wissenschaftliche Ritterschlag für das ENERTRAG-Hybridkraftwerk gibt uns Rückenwind für die praktische Umsetzung in der Uckermark."

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